Studentenalltag

 

Der Alltag eines Studenten ist meist sehr gut geregelt und zeitlich geplant. Der Tagesablauf dreht sich rund um das Studium und ist sehr lernintensiv.


Beispiel eines Studentenalltags

(Dieser variiert natürlich von Person zu Person):
Der Tag eines Studenten beginnt im Idealfall mit dem Gebet in der Nacht ­ (Qiyamul layl) oder dem Morgengebet (Fajr). Nach dem Fajrgebet wiederholt der Student das Auswändiggelernte des Qur’ans bis zum Frühgebet (Duha) oder dem Frühstück vor dem Universitätsbeginn um 7:30 Uhr. Das Frühstück, so wie das Mittags- und Abendessen finden bei vielen in der universitätseigenen Mensa statt – jedoch ist man daran natürlich nicht gebunden und kann selbst entscheiden, wo man Essen gehen möchte.

Eine Unterrichtsstunde geht 50 Minuten lang. Es werden verschiedene Fächer unterrichtet, dazu zählen z.B. Fiqh (Islamisches Recht), Tarich (Islamische Geschichte), Sira (Prophetenbiographie), Tauhid (Monotheismus) et cetera. Die Unterrichtsstunden enden um ca. 12:30 Uhr.

Der Tagesablauf eines Studenten ist hier jedoch noch lange nicht beendet. Für viele beginnt nun die zweite Phase des Tages in der Prophetenmoschee. Hier werden täglich und nach jedem Gebet Unterrichte von großen Gelehrten oder Studenten in höheren Semestern angeboten. Die meisten Studenten begeben sich also nach dem Mittagsessen und dem darauffolgendem Mittagsschlaf, zwischen dem Mittags- und Nachmittagsgebet, direkt auf den Weg zum Haram, der Prophetenmoschee.

Es kann auch sein, dass ausgewählte Unterrichte nicht im Haram, sondern in der Universitätsmoschee oder einem anderen Ort in Medina gehalten werden. Dafür muss ein größerer Weg aufgenommen und dementsprechend mehr Zeit eingeplant werden.

Stehen keine Klausuren an, so ist in der Regel der Lernalltag zum Nachtgebet – Isha – beendet. Nun besteht die Möglichkeit Sport zu treiben oder mit der Familie zu telefonieren oder anderen Dingen nachzugehen.

Der Alltag eines Studenten erscheint nicht nur sehr intensiv, er ist es auch.  Einen wichtigen Ausgleich bieten hier vor allem die regelmäßigen Studententreffen und Ausflüge nach Mekka oder in andere Städte.


Viele Studenten berichten, dass sie in ihrer Heimat niemals so viel gelernt hätten, wie sie es hier in Medina tun. Jedes gelernte Wort ist eine Bereicherung und es besteht niemals das Gefühl, überflüssigen Lernstoff aufzunehmen. Der teilweise anstrengende Alltag ist die Pflicht, welche die Studenten auf sich genommen haben, um den Menschen in ihren Heimatländern einen Dienst zu erweisen.

Wir hoffen dieser Aufgabe gerecht zu werden und bitten den allmächtigen Herrn um den Beistand und die Unterstützung, dieser ehrenvollen Arbeit auch weiterhin gewissenhaft nachgehen zu dürfen. Wenn du diese Arbeit unterstützen möchtest, kannst du dich hier weiter informieren.